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Wildkräuterwanderungen und Wildkräuterwerkstatt

Wir organisieren und führen Wildkräuterwanderungen und Kräuterworkshops in Offenburg, Ortenau, Freiburg, Oberrhein und Schwarzwald, Elsass, Pfälzer Wald und Luxemburg auf Deutsch, Französisch, Luxemburgisch und Englisch.

Auf Anfrage führen wir auch in Ihrem Garten oder in Ihrer Region Wildkräuterwanderungen und -anwendungen, z.B. im Rahmen Ihrer Veranstaltung.

Wildkräuter-Termine 2021

Sie werden mit uns lernen, Wildpflanzen mit Naturschutzgedanken zu bestimmen, zu sammeln und auf sehr unterschiedliche Art und Weise zu verwerten.

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Wildkräuterwanderungen: Termine 2021

So, 21.03.2021 – Wurzeln bestimmen im Naturschutzgebiet Lallengerbierg-Brucherbierg (Kayl, Luxemburg)

So, 28.03.2021 – Wurzelwanderung (Legelshurst, Ortenau) (wegen Pandemieverordnung)

Sa, 03.04.2021 – Wildkräuter bestimmen im Naturschutzgebiet Am Brill (Schifflingen, Luxemburg)

So, 11.04.2021 – Bärlauchwanderung und die Frühjahrssuppe (Legelshurst, Ortenau) (wegen Pandemieverordnung)

So, 18.04.2021 – Leckeres Leben mit Wildkräutern aus dem eigenen Garten (Legelshurst, Ortenau) (wegen Pandemieverordnung)

So, 02.05.2021 – Wildkräuter bestimmen auf dem Brucherbierg (Schifflingen, Luxemburg)

Sa, 08.05.2021 – Shampoo und Haarpflege mit Wildkräutern selber herstellen (Luxemburg)

So, 23.05.2021 – Wildkräuter bestimmen und das Naturschutzgebiet Lallengerbierg-Brucherbierg entdecken (Schifflingen, Luxemburg)

So, 20.06.2021 – Wildkräuter im Schwarzwald finden und unterwegs zubereiten

Fr, 25.06.2021 – So, 27.06.2021 Survival-Wildkräuterwanderung in der Rheinebene

So, 11.07.2021 – Wildkräuter, Blüten und Wildobst bestimmen und sammeln (Schifflingen, Luxemburg)

Fr, 17.09.2021 – 19.09.2021 – Survival-Wildkräuterwanderung im Schwarzwald

So, 10.10.2021 – Herbstwanderung: Wildkräuter, Nüsse, Samen, Pilze im Wald finden (Schifflingen, Luxemburg)

So, 17.10.2021 – Herbstpicknick: Wildkräuter, Nüsse, Samen, Pilze im Schwarzwald zubereiten

Gemeiner Rainkohl (Lapsana communis, Asteraceae)

Jäten = Erntezeit

Wer einen Garten hat, dann ist dem „gemeinen“ Rainkohl hoch wahrscheinlich schon einmal über den Weg gelaufen. Die Pflanze sorgt wegen ihrer guten Vermehrungsfähigkeit für einen schlechten Ruf bei Gärtnern und bei Landwirten. In manchen Ländern ist das Unkraut als invasiv eingestuft und wird mit allen Mitteln bekämpft.

Der Gemeine Rainkohl ist ein Korbblütler, in der gleichen Unterfamilie mit Löwenzahn und Pippau (Cichorieae), und bildet leckere grüne Blätter den ganzen Winter bis in den Frühling hinein.

Diese Wildpflanze wächst 30-100 cm groß und liebt gestörte, lehmige oder nährstoffreiche Böden. Sie liebt auch den Stickstoff, deshalb ist sie oft am Wegrand zu sehen. Sie ist eine Halbschattenpflanze und eher ein Wärmeanzeiger, obwohl sie es gerne auch unter der Schneedecke hat. Das Wildkraut wächst in Höhenlagen bis über 1000 Meter.

Fliegt nicht, aber bildet dichten Bestand in der Nähe der Mutterpflanze

Rainkohl ist eine Zwitter-Pflanze und bildet viele kleine gelbe Blüten und sehr viele Samen ohne Pappus. Die Blüten werden nur bei sonnigen Tagen und nur vormittags geöffnet, dadurch findet auch eine Selbstbestäubung statt.

Die Samen werden so lange im Korb behalten, bis der Wind oder Tier und Mensch die Pflanze abschüttelt. Die Samen werden auch von Tieren oder von Ameisen ausgebreitet.

Ab Herbst keimen die jungen Pflanzen in der Nähe der verblühten und ausgetrockneten Mutterpflanze. Diese besetzen den Platz in den konkurrenzarmen Wintermonaten mit Rosettenblättern und bilden einen dichten Bestand.

Bestimmung im Winter bis April

  • Bei Blattbruch tritt wenig Milchsaft aus.
  • Das Rosettenblatt ist fiederförmig mit vergrößertem Endabschnitt (leierförmig).
  • Die seitlichen Fiederblättchen sind klein und dazwischen gibt es ganz kleine Fiederläppchen unterschiedlichster Form.
  • Das Endabschnitt ist sehr groß.
  • In den ersten Wochen bildet sich erst nur die Mittelrippe (Nervatur) mit dem Endabschnitt.
  • Februar bis April wachsen nach und nach auch die Fiederblättchen an der Mittelrippe.
  • Fiederblättchen sind oft paarig gegenständig oder versetzt angeordnet.
  • Die ganz kleinen Fiederläppchen dazwischen können paarig oder einzeln auftreten.
  • Ab März-April sind die Stängelblätter zur Stängelspitze hin ohne Fiederblättchen und die Mittelrippe wird kürzer und das Endabschnitt wird spitz eiförmig bis lanzettlich.
  • Das Blatt ist im Winter hellgrün und bis April wird dunkelgrün auch rötlich.
  • Die Blattunterseite ist heller und fein behaart.
  • Die Blattoberseite ist nur leicht und stellenweise behaart und wird kahler.
  • Die Mittelrippe ist am Blattansatz sehr behaart und wird zur Blattspitze immer kahler.
  • Die Mittelrippe kann am Blattansatz rötlich oder nur mit rötlichen Randseiten sein und wird zur Blattspitze hin grünlich-weiß.
  • Die Mittelrippe ist im Querschnitt voll und sieht nach einem abgeflachten Halbkreis oder Dreieck aus, wobei die Rundung oder die Dreieckspitze auf der Unterblattseite ist.
  • Der Blattrand ist gewellt oder buchtig gezähnt und ganz fein rötlich (diese feine rötliche Umrandung ist ab März noch sichtbarer).
  • Manchmal sind die Blätter vom Rainkohl-Rostpilz (Puccinia lapsanae) befallen, besonders nach mehrmaliger Blattverletzung.
  • Die Pfahlwurzel ist gelb-weis, wird unter dem Wurzelhals dick, aber nicht so lang. Von diesem verdickten Anteil aus wachsen dann viele kleinere Nebenpfahlwurzeln bis 35 cm tief.
  • Der Wurzelhals ist grünlich.

Es gibt keine giftigen Doppelgänger für Rainkohl. Die Blätter können mit ein paar Korbblütler- und Kreuzblütler-Arten verwechselt werden, diese sind nicht giftig.

Anbau, Ernte und Verwertung

Mensch lässt strategisch ein paar Exemplare bis zur Samenbildung im Garten verteilt wachsen oder mensch kann auch selbst die Samen von einem Exemplar an gewünschten Stellen verteilen. Beim Ernten der Blätter in den Wintermonaten können die Pflanzen auch gleich ausgedünnt werden, so werden die Wurzeln im Frühling umso größer und der Bestand wird weniger vom Rostpilz befallen.

Die Pflanze wurde schon in der Römerzeit als essbar beschrieben und als Arme-Leute-Essen verspottet („Lapsana vivere“). Und es gibt Belege, dass die Pflanze auch in der Steinzeit gegessen wurde. Auch der deutsche Name weist darauf hin: Rain = Ackerrand und Kohl = wie Kohl essbar.

Sie schmeckt den Tieren sehr gut. Sie dient eingeschränkt als Futter für Bienen und Insekten. Außerdem wird sie auch bei der Herstellung der pflanzlichen Jauche eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Eiweiß, Mineralien, Vitamine, Kaffeesäurederivate wie Chicorsäure, Bitterstoffe wie Sesquiterpen, Schleimstoffe, Inulin (Wurzel)

Wirkung auf die Gesundheit

  • Rainkohl soll entzündungshemmend, blutzuckersenkend, appetitanregend und stärkend wirken.
  • Wegen der Bitterstoffe soll die Pflanze positiv auf die Gallenproduktion und Verdauung wirken.
  • Als Tee oder roh wirkt sie auch harntreibend und soll geschwollene Lymphknoten lindern.
  • Rainkohl soll äußerlich die Hautheilung unterstützen und wird auch in kosmetischen Mitteln verwendet.
  • Chicorsäure ist antioxidativ, entzündungshemmend, antiviral und wirkt positiv auf das Immunsystem besonders auf die Mastzellen und auch auf die Kollagengewebe, besonders auf die Darmschleimhaut.
  • Inulin ist ein Probiotikum und sorgt für eine gesunde Darmflora, für eine schnellere Regenerierung der Darmschleimhaut und für ein gestärktes Immunsystem.

Rainkohl ist fester Bestandteil meiner Ernährung im Winter und Frühling und meiner Naturkosmetik-Mazerate.

Verwendung in der Küche

Der Geschmack der Blätter ist erst leicht bitter und ab April immer herber und bitterer. Die Wurzeln sind weniger bitter als bei Löwenzahn und lassen sich beim Kochen mit z.B. einer halben Zitrone ganz neutralisieren.

Blätter werden den ganzen Winter für Salat oder als Blattgemüse für Suppen, Spinat, usw. geerntet.

März-April lohnt sich auch die Wurzeln zu ernten und als Wurzelgemüse zu verwenden. Die älteren Blätter und die dünnen Nebenwurzeln werden entfernt und die Haut der Hauptwurzel wird mit dem Messer abgekratzt.

Ab April werden vereinzelt junge Blätter, Triebe und Triebspitzen dann Blütenknospen und Blüten und dann Samen als Sprossen-Keimsaat geerntet.

Rezept

Zutaten: Rainkohlwurzeln mit den jungen Herzblättern, Bärlauch/Lauch, halbe Zitrone, Hafermilch, Salz, Pfeffer

Wurzeln schälen und von Blättern abtrennen. Die Wurzeln, Blätter, Bärlauch und eine halbe Zitrone klein schneiden. Wurzeln mit der Zitrone zusammen andünsten, dann noch die Bärlauch- und die Rainkohlblätter dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Hafermilch ablöschen. 5 Minuten köcheln lassen. Guten Appetit!

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Wildkräuter bestimmen auf dem Brucherbierg bei Schifflingen, Luxemburg

Wann: So. – 02.05.2021, 14-17 Uhr
Treffpunkt: 13:45 Uhr; 24-32 Chemin Vert, 3878 Schifflange (Google-Link)
Teilnehmeranzahl: max. 10 Personen (reservieren)
Preis: 30 Euro
Hygienekonzept, Haftungsausschuss, Info

Ziel der Wanderung ist eine schöne Wanderecke zu entdecken und die Wildpflanzen zu bestimmen und kennenzulernen, die wir unterwegs finden werden.

Wir fangen unten auf der nördlichen Hangseite und wandern durch den Wald den Berg hoch auf die Trockenrasenwiesen. Die Vegetation, die auf uns wartet, ist sehr vielfältig. Von den sehr seltenen Pflanzen und Orchideen bis zu den Wildkräutern, die wir überall in Luxemburg finden, ist alles dabei.

Auch die Landschaft ist eigenartig. Geröll, Geländestufen und steile Felswände wie auch die Farbe der Erdschichten erinnern noch an den Eisenerzabbau. Der steile Hang ist mit Wald bedeckt und oben auf dem Berg werden wir größere Wiesen finden können.

Es werden keine Pflanzen gesammelt und verwertet, weil wir im Naturschutzgebiet Lallengerbierg-Brucherbierg unterwegs sind.

Und wir müssen die aktuellen Hygieneregeln in der Pandemie respektieren: max. 10 Personen im Freien, 2-m-Abstand halten, Maske tragen.

Nach der Wanderung nehmen Sie viele neue Eindrücke mit. Sie werden bei der Bestimmung der verwertbaren Wildkräuter, die überall in der Region wachsen, besser und sicherer.

Bitte Platz reservieren:

Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense, Asteraceae)

Erntezeit: Ackerdistel-Wurzeln

Es kann gut möglich sein, dass Du diesen Korbblütler in Deinem eigenen Garten oder in Deiner Gegend hast. Acker-Kratzdistel habe ich selber im Garten und ich freue mich jedes Jahr mehrmals darüber. Einmal im Garten, immer im Garten :), denn die Pflanze ist mehrjährig und sehr überlebensfähig.

Dieses Wildkraut hat sich ursprünglich auf den trockenen Waldrand spezialisiert. Seine tief im Boden (ca. 3 m) reichende Wurzel und die bis 5 m waagerecht verlaufende Wurzelausläufer bilden Wurzelsprossen, die durch die Erde nach oben wachsen und für einen zuverlässigen Nachwuchs sorgen.

Durch die Entstehung der landwirtschaftlichen Flächen ist der Ackerdistel möglich geworden sich überall zu verbreiten. Als Tiefwurzler kommt es ihm entgegen, wenn die obere Erdschicht ständig bearbeitet wird und die Konkurrenz geschwächt wird.

Die Ackerdistel war deshalb schon immer unbeliebt bei Landwirten und Gärtnern und wird bis heute mit allen Mitteln und auch mit Herbiziden bekämpft.

Diese Pflanze ist sehr motiviert und ausdauernd:

  • Bis 3 m Tiefwurzler mit waagerechten Wurzelausläufern (Rhizome)
  • Vermehrung durch Wurzelknospen
  • Vermehrung durch kleine Wurzelteile (Bruchteile)
  • Weibliche und zwittrige Pflanzen
  • Bildet viele Blüten und sehr viele Samen
  • Samen können bis 10 km fliegen (Schirmchenflieger – Achäne mit Pappus)
  • Liebt Sonne bis Halbschatten, trockene bis feuchte Böden, lehmige, gestörte, bearbeitete, verdichtete Böden, …
  • Hemmt das Wachstum anderer Pflanzen durch Phenolverbindungen
  • Die Blätter sind mit spitzen Dornen ausgestattet

Bestimmung im Winter bis April

  • Weiße, saftige, zarte, knackige Wurzelausläufern (Rhizome), die eigentlich keine Wurzeln sind, sondern der unterirdische Teil der Sprossachse (Stängel)
  • Die Rhizome bestehen aus Internodien (ca. 1-3 cm) und Knoten und haben die gleiche Leitbündelanordnung (Hohlmark) wie später die Sprossachse.
  • An den Knoten gibt es feine Wurzeln, die nach unten wachsen und Trieb- oder Blattknospen, die nach oben wachsen können.
  • Die Rhizome enden in 2-8 sitzenden und lanzettlichen Blättern.
  • Die anfangs nur leicht buchtig gezähnt sind und eine weiche dornige Bewimperung zeigen.
  • Später werden die Blätter fiederspaltig, wellig-kraus und mit stacheligen Blatträndern.
  • Sowohl auf der Blattoberseite wie auch auf der Unterseite kann sich überall eine dornige Behaarung bilden.
  • Die Blattunterseite ist heller und anfangs behaarter.
  • Das Blatt wird dunkelgrün und saftig.

Es gibt einige Unterarten und die genannten Unterscheidungsmerkmale können von Pflanze zur Pflanze sehr variieren, aber sie sind vorhanden. Und es gibt viele blattähnliche Kratzdistel-Arten.

Vorsicht, es gibt auch ähnliche Wurzeln in der Erde, die giftig sein können! Deshalb sollten die Blätter an der Wurzel bleiben und man kann sie auch verwerten, denn sie sind extra lecker.

Ernte und Verwertung

Mich stört nicht, dass dieses Unkraut auch in meinem Garten sein Zuhause gefunden hat. Ich ernte immer Mal wieder etwas davon:

  • Wurzeln ab Januar bis April oder wenn neue Wurzelsprosse hochkommen,
  • die jungen noch weich dornige Blätter bis Anfang April,
  • noch weiche Stängel (geschält) bis Mai,
  • und ab Juni gelegentlich Blüten, um den Salat bunter zu machen,
  • oder ganz selten den Blütenboden.

Durch die Ernte hält sich die Ausbreitung in Grenze. In meinem Garten hat die Ackerdistel gleichzeitig große Konkurrenz durch andere ausdauernde Pflanzenarten.

Im Garten ernte ich Wurzeln mit meiner Grelinette (Gartengabel). So kann ich lange Wurzeln herausziehen, ohne viel Schaden in der Erde anzurichten.

Inhaltsstoffe

Inulin, Fructose, Eiweiß, Bitterstoffe, Calcium, Kieselsäure, Cnicin, Flavonoide, Cynarin, ätherische Öle

Wirkung auf die Gesundheit

Die Wurzel soll belebend, kräftigend und harntreibend sein und wurde auch für Entwurmung bei Kindern verwendet.

Cninin soll positiv auf die Magensaftproduktion und auf die Verdauung wirken. Bitterstoffe, Cynarin und weitere Flavonoide und Wirkstoffe unterstützten die Regenerierung der Leberzellen, beugen Leberzellschäden durch antioxidative Wirkung und hemmende Giftstoffaufnahme vor und fördern die Produktion der Galle.

Inulin ist ein Stichwort für Diabetiker und ein Probiotikum.

(Ackerdistel-Studien: https://www.researchgate.net/search?q=cirsium%20arvense)

Ich persönlich kann die allgemein belebende und die positive Wirkung auf die Verdauung bestätigen. Und die Verdauung ist viel ruhiger als bei Topinambur, wo es sehr laut werden kann. Mir schmeckt das Wurzelgemüse sehr gut.

Verwendung in der Küche

Als Rohkost, oder in Tausend Gerichten als Wurzelgemüse oder die jungen Blätter und Triebe als Spinatersatz oder in Suppen usw. oder die geschälten Stängel als Spargelersatz oder die Blüten oder der Blütenboden als Artischokenersatz oder die Samen für Ölgewinnung. Aus getrockneten Wurzeln kann ein stärkendes Pulver für Soßen oder zum Strecken hergestellt werden.

Rezept: Ackerdistel-Omelett

Ackerdistel-Wurzeln mit Blättern klein schneiden und 5-10 Minuten lang wie Zwiebeln in der Pfanne andünsten oder anbraten. Bärlauch und Zucchini dazu geben. Eier (oder vegan mit Kichererbsenmehl, Tofu und Kala Namak), Salz, Pfeffer kommt noch obendrauf. Guten Appetit!

Die Acker-Kratzdistel ist zwar ein sehr schädliches Unkraut für die optimierte Landwirtschaftsindustrie, für uns bleibt sie weiterhin ein wertvolles und gesundes Wurzel- und Blattgemüse und die Bienen, Schmetterlinge und weitere Insekten lieben sie auch überall.

Mahlzeit!

#Acker-Kratzdistel, #Ackerdistel, #Cirsium arvense, #Kratzdistel #Cirsium #Unkraut, #Wildkräuter, #Wildes Wurzelgemüse #Wurzelgemüse #Krautkind

Wildkräuter bestimmen im Naturschutzgebiet Am Brill bei Schifflingen

Wann: Sa. – 03.04.2021, 14:30-16:30 Uhr
Treffpunkt: 14:15 Uhr; (57) Rue de Hedange, 3841 Schifflange, Luxemburg (Google-Link)
Teilnehmeranzahl: max. 10 Personen (reservieren)
Preis: 20 Euro
Hygienekonzept, Haftungsausschuss, Info

Wir treffen uns im botanischen Garten Schifflinger Bongert. Wir werden Pflanzen aus dem botanischen Garten und Wildpflanzen von den dazugehörenden Obstwiesen bestimmen.

Es ist Anfang April und viele Pflanzen entwickeln die ersten großen Blätter. Andere sind schon in Blüte. Das ist wunderschön zu sehen und wahrzunehmen.

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Wurzelwanderung bei Kayl in Luxemburg

Wann: So. – 21.03.2021, 10-14 Uhr
Treffpunkt: 9:45 Uhr; Monument national des Mineurs, Rue de la Forêt, 3620 Kayl (Google-Link)
Teilnehmeranzahl: max. 10 Personen (reservieren)
Preis: 30 Euro
Hygienekonzept, Haftungsausschuss, Info

Ziel der Wanderung ist eine schöne Wanderecke zu entdecken und ca. 20 Wildpflanzen kennenzulernen, die im Winter Wurzeln bilden.

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Wurzelwanderung

Einheimische essbare Wildkräuter-Wurzeln finden, bestimmen und verwerten

Wildpflanzen, die essbare Wurzeln bilden, gibt es überall in unserer Naturumgebung und auch im eigenen Garten (das Unkraut).

Die Wildkrautwurzeln haben einen sehr hohen Nährwert und weisen viele wertvolle Inhaltsstoffe auf. Früher war solches Knollengemüse oft lebensnotwendig und ist viel häufiger gesammelt oder angebaut worden. Sie wurden als Ergänzung und Streckung von üblichen Nahrungsmitteln oder als Heilmittel verwendet.

Im Herbst, Winter und Frühling schmecken wilde Wurzeln angenehm und oft milder als erwartet, und zur Blütezeit werden sie holzig und oft ungenießbar. Im Allgemeinen ist wildes Knollengemüse intensiver im Geschmack als die Kulturpflanzen. Durch die Zubereitung in der Küche wird das Wurzelgemüse sehr schmackhaft.

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Herbstexkursion: Wildkräuter, Samen, Nüsse bestimmen und unterwegs zubereiten

Diesmal führt uns die Wildkräuterwanderung durch den Wald bei Berghaupten im Schwarzwald.

Es ist Mitte Oktober und dementsprechend werden wir auch Kräutersamen, Kastanien und Pilze finden. Wir werden die Wildpflanzen bestimmen und auch auf die Inhaltsstoffe und Heilwirkungen eingehen. Zum Schluß werden wir an einem schönen Platz zusammen ein leckeres Essen zubereiten.

Wann: Sonntag, 18.10. 10-15 Uhr
Treffpunkt:  9:45 Uhr; Parkplatz am Baggersee Berghaupten, 77791 Berghaupten: externer Link zu Google Maps: https://goo.gl/maps/Locrsq7G5YrUuZfS7
Max. Teilnehmeranzahl: 20 Personen (deshalb bitte voranmelden)

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Survival-Wanderung: Mit Essbarem aus der Natur im Schwarzwald überleben

Die Survival-Wildkräuterwanderung im Herbst findet von Freitag bis Sonntag im Schwarzwald in der Ortenau statt.

Wann: Freitag 25.09. 14:45 – Sonntag 27.09. bis 17:00 Uhr
Treffpunkt:  25.09 14:45 Hauptbahnhof Offenburg
Max. Teilnehmeranzahl: 12 Personen, Packliste

Wir treffen uns am Hauptbahnhof in Offenburg und fahren mit Zug und Bus in den Schwarzwald. Von dort aus werden wir zusammen die wilde Ortenau entdecken. Wälder und Waldwiesen, Quellen, Bäche und Karseen erwarten uns.

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